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Die rasante Entwicklung der gebundenen Ganztagsklassen an der Mittelschule Neunburg vorm Wald ist nach dem wachsenden Bedarf von Seiten der Elternhäuser vor allem dem Konzept des Ganztags an der Mittelschule zuzuschreiben.

Im Folgenden möchten wir Ihnen dieses Konzept vorstellen.

Zu einem abwechslungsreichen Tagesablauf in den Ganztagsklassen gehört natürlich auch der Einsatz unterschiedlichster Medien. Neben Active Board, Dokumentenkameras oder Laptopklassenzimmer stehen den Schülerinnen und Schülern diverses zusätzliches Arbeitsmaterial zur Verfugung. Der Einsatz des Wochenplans oder von Freiarbeitsmaterialien hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt.

Des Weiteren stehen den Kindern Materialien zur Verfügung, die ihnen die Freizeitstunden verschönern. Ob Tischtennisplatten, unterschiedlichste Bälle… in der Sportbox im Innenhof ist für jeden etwas dabei.

Mit einem speziell für die Ganztagsklassen entworfenen pädagogischen Konzept versuchen die Lehrerinnen und Lehrer einen gemeinsamen und einheitlichen Weg zu gehen, der möglichst viel Transparenz für alle Beteiligten aufzeigt.

Das Konzept besteht aus zwei Hauptbestandteilen: „Smiliekonzept“ und „einheitliches Material“.

Neben der Schulordnung und dem schulhausinternen Sozialkonzept hat sich im Ganztagsbereich das Smiliekonzept in den letzten Jahren etabliert.

Jeder Schüler bekommt am Anfang der Woche 5 Smilies geschenkt. Ziel ist es möglichst viele davon zu behalten. Schafft ein Schüler einen bestimmten Prozentsatz an behaltenen Smilies, so darf er an einer Belohnungsfahrt teilnehmen. Diese findet zweimal im Jahr statt. Kurz vor Weihnachten und zum Ende des Schuljahres.

Gekoppelt an die Schulordnung und das Sozialkonzept wird für jede Klasse mit den SchülerInnen gemeinsam ein individueller Regelkatalog aufgestellt. Verstöße gegen diesen bedeutet Verlust der vorhandenen Smilies. Sollten alle Smilies einer Woche verloren gehen, so muss der Schüler am heißen Freitag nachmittags in der Schule bleiben und ihm aufgetragene Aufgaben erledigen.

Neben dem Smiliekonzept ist die einheitliche Beschaffung des Arbeitsmaterials durch die Lehrkräfte ein wesentlicher Bestandteil des pädagogischen Konzepts. Alle Schüler im Ganztagsbereich der Mittelschule haben dasselbe Material, dieselben Hefte und Ordner. Die Schüler sind stets voll einsatzfähig und nehmen nur das zum Lernen benötigte Material mit nach Hause. Für Nachschub an Heften, Blöcken, Stiften, etc. wird von Seiten der Lehrkräfte gesorgt.

Mit dem Ausbau des Ganztagsangebots müssen unbedingt Überlegungen zu einer veränderten zeitlichen Gestaltung des Unterrichtstages – seiner Rhythmisierung – stattfinden.

Wie bei einem guten Musikstück sollte der gesamte Schultag von der Ausgewogenheit an Anspannungs- und Entspannungsphasen gemäß den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler geprägt sein.

In der Praxis versuchen die Lehrerinnen und Lehrer der Ganztagsklassen die Fächer so zu legen, dass sowohl am Vormittag, als auch am Nachmittag die Kernfächer ihren Platz finden.

Aufgelockert wird der Stundenplan durch die arbeitspraktischen Fächer, Sport, den Lernstunden sowie Freizeitstunden.

Differenzierung wird bei uns in den Ganztagsklassen groß geschrieben. Ob mit Tandemlehrern oder durch Förderlehrerin Frau Christine Schießl – Stärken und Schwächen zu erkennen und zu behandeln ist einer der Schwerpunkte im Ganztag in Neunburg vorm Wald.

In diesen Differenzierungstunden werden zum Beispiel die Deutschkenntnisse unserer ausländischen Mitschüler besonders gefördert oder bestehende Mathematikschwächen bekämpft.

Die Möglichkeit eine kleine Gruppe speziell zu fördern ist sowohl für Schüler als auch Lehrer eine äußerst gewinnbringende Situation.

       

Jeden Donnerstag Nachmittag kommen externe Partner an die Mittelschule Neunburg vorm Wald, um die verschiedensten Workshops für unsere Kinder der Ganztagsklassen anzubieten. Zweimal im Jahr können die Schülerinnen und Schüler wählen, welches der Angebote sie gerne wahrnehmen würden.

Des Weiteren wird im Zuge des Projektnachmittags der Ganztagsklassen der Schulversuch „taff“-Talente finden und fördern- durchgeführt.

Folgende Workshops werden oder wurden bereits an diesem Projektnachmittag angeboten:

  • Handball
  • Fußball
  • Tischtennis
  • Judo
  • Schreiner
  • Häkeln
  • Foto
  • Film
  • Glasdesign
  • Trommelbau
  • Creatives Gestalten
  • Kunst
  • Grafitti
  • Kochen
  • Comic
  • u.v.m.

Welchen Sinn hat ein Betriebspraktikum?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach:

Die Mittelschule soll schwerpunktmäßig in der achten Jahrgangsstufe auf das spätere Arbeitsleben vorbereiten und den Schülern die Möglichkeit geben, erste Einblicke in die Arbeitswelt zu sammeln. Schüler sollen sich im Laufe der verschiedenen Betriebspraktika fundiert darüber Gedanken machen können, in welche berufliche Richtung sie sich später einmal auf den Weg machen wollen.
Schüler, die Einblicke in einem richtigen Betrieb sammeln, können dank des Praktikums feststellen, ob der gewählte Beruf ihnen tatsächlich zusagt oder ob sie ihre Entscheidung nicht vielleicht doch lieber noch einmal überdenken sollten. Denn nicht immer stimmen Vorstellung und Wirklichkeit über einen Beruf überein.

Was ist neu beim Praktikum nach 1?

Im Rahmen des Ganztagsangebots der Mittelschule Neunburg vorm Wald wird es den Schülern und Schülerinnen der achten Jahrgangsstufe ermöglicht, zusätzlich zu den üblichen Praktikumswochen, ein schulbegleitendes Praktikum zu absolvieren, das einmal wöchentlich am Donnerstagnachmittag von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr stattfindet. Der Schüler ist dabei im selben Betrieb tätig und wird parallel vom Klassenlehrer betreut. Dort können sie berufsorientierende und berufsqualifizierende Erfahrungen sammeln, die im betrieblichen oder administrativen Zusammenhang die theoretische Ausbildung im Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik wirklichkeitsnah ergänzen.

Was sind die Vorteile?

Häufig schafft ein Praktikum eine nachhaltige Verbindung zu dem Praktikumsbetrieb bzw. der Praktikumseinrichtung als potentieller Arbeitgeber.
Die Schüler können sich dem Betrieb über einen langen Zeitraum präsentieren. Nach 3 Monaten gehört der Praktikant praktisch schon zur Belegschaft.
Für die Firmen bietet das „Praktikum nach 1“ die Chance potentielle Auszubildende über einen längeren Zeitraum hinweg zu begutachten. Damit dient es auch der effizienten Gewinnung leistungsfähigen Nachwuchses.
Für das „Praktikum nach 1“ investieren beide Seiten Engagement, Ressourcen und Zeit – und beide Seiten profitieren davon nachhaltig.

Wie ist die Organisation?

Die SchülerInnen haben vormittags stundenplanmäßigen Unterricht und begeben sich nach dem gemeinsamen Mittagessen um 12.15 Uhr in der Schulmensa selbstständig auf den Weg in ihre jeweiligen Praktikumseinrichtungen. Für Betriebe, die nicht zu Fuß erreicht werden können, wird von Seiten der Schule ein Kleinbus eingesetzt.

Dort arbeiten sie von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr im laufenden Betrieb mit. Sie werden vom zuständigen Ausbilder und dem besuchenden Klassenlehrer betreut.

Nach 16.00 Uhr endet der Schul- und Praktikumstag. Die Anfangs- und Endzeiten werden dabei von Schule und Betrieb so flexibel gehandhabt, dass die SchülerInnen eventuell benötigte Buslinien erreichen können.